RAF HRVOst

6.06.2008

Rückblick RA – Jahr / Bericht


Anfang September wurde der Trainingsbetrieb aufgenommen. Die knapp 20 Spielerinnen mit den Jahrgängen 1992 – 1993 konnten von der Vorarbeit der letzten Saison profitieren.
In den Trainings wurde nur auf die individuelle handballerische und athletische Ausbildung Wert gelegt. Als weiteren wichtigen Trainingspunkt galt es die Rumpfkraft, Passschnelligkeit und die Duchsetzungwilligkeit zu verstärken. Im psychischen Bereich wollten wir auf den Ehrgeiz der letzten Saison bauen und versuchten den WILLEN zum Handballspielen auf der oberste Position anzusiedeln. Leider war unser Kader während den meisten Trainings sehr schmal, da es unmengen an Überschneidungen mit den Meisterschaftsspielen gab. Zudem hatten wir auch einige Spielerinnen mit langwierigen Verletzungen.
Wir merkten auch, dass die Einstellung und der Ehrgeiz der einzelnen Spielerinnen nach den ersten Trainings leicht angekratz war, somit blieben dann auch die gewünschten Fortschritte bescheiden. Wir suchten viele Gespräche mit den Trainern, Eltern und Spielerinnen. Der erhoffte „Kick“ blieb jedoch hinter den Erwartungen.
Ab Oktober konnten wir dann vereinzelt auf die Spielerinnen der U15 Deutschland des LC Brühl zurück greifen, sofern diese nicht selbst gerade mit ihren Deutschlandspielen unterwegs waren.

Gespannt fuhren wir an unseren ersten Spieltag um unsere Kräfte mit den anderen RA’s zu messen. Natürlich wollten wir gewinnen, aber im Vordergrund stand ganz klar das 1:1, im Angriff wie auch in der Verteidigung. Nach diesem Auftakt, wussten wir, dass unsere Marschroute noch nicht ganz in die richtige Richtung zeigte.
So konnten wir mit vielen Ideen und Plänen wieder nach Hause fahren und uns voll und ganz unserem Ziel widmen, das bedeutete für uns noch mehr individuell ausbilden und noch athletischer agieren.

Wenn wir uns erlauben dürfen einen Vergleich mit den anderen RAF’s anzustellen, dann nur in Bezug auf die Spieltage und auch nicht wertend. In dieser der RAF-Meisterschaft spielten wir das offensivste Verteidigungssystem (3:3 bei 11-14 Metern). Der Dank für die konsequnte Umsetzung der Vorgaben des FNM-Trainers lies uns einige Mal sehr schlecht aussehen, ABER wir hatten dafür ein gutes Gewissen und waren davon überzeugt, dass wir das richtige machen. Leider zeigte sich im Verlaufe dieser Saison, dass es sich nicht immer lohnt alles so zu machen wie es die Vorgaben vorsehen und sich selbst zu blamieren.
Es zeigte uns, dass die individuellen handballerischen Fähigkeiten zielorientiert verfolgt wurden. Überrascht waren wir auch von der Wirkung unseres Ausdauertrainings, welches von den Spielerinnen auch im Alltag umgesetzt wurde. Natürlich halfen uns dabei auch einzelne Vereinstrainer. Auch wir kämpften immer wieder mit dem Schlendrian und musste die Spielerinnen oft an die kurze Leine nehmen, damit wir weiterhin gemeinsam die gleiche Richtung gingen.
Obwohl wir diese Saison auf dem unerfreulichen vierten Platz beendeten, sind wir glücklich unseren Spielerinnen einiges beigebracht zu haben. Leider wurde dieses Engagement nicht von allen gesehen und der Lohn der Spielerinnen fiel sehr bescheiden aus.
Wir müssen weiterhin gemeinsam die stärkeren Spielerinnen fordern und fördern, damit wir dem Ziel der A-Nati einen Schritt näher kommen. Das hohe Tempospiel und die persönliche Athletik sollte Vorrang vor dem lahmen Sicherheits-Handball haben! Nur so könnten wir international einen Schritt weiter kommen.
Mit der Unterstützung aller Beteiligten (Trainer, Eltern, Schule etc.) glauben wir in Zunkunft weitere Fortschritte im Sinne des Frauenhandballs in der Schweiz zu machen.