RAF HRVOst

12.21.2007

BERICHT

Leider gehört der Anmeldeboom auch in der Ostschweiz für die Sichtungstrainings der Vergangenheit an. Die gemeldeten Spielerinnen kamen wie gewohnt aus vielen (10) verschiedenen Vereinen. In etwa je zur Hälfte waren die Jg. 1992 + 1993 und vereinzelt 1994/1995 vertreten. In der Ausschreibung hatten wir die Jg 1992 und jünger eingeladen, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Jahrgang 1994 wert gelegt wurde. Wir selektierten nach den Kriterien gemäss SHV-Leitfaden. Wir waren pro 7 Spielerinnen ein Betreuer, was für den Ablauf der Tests von grossem Vorteil war. Beim Spielen waren dann noch Chrigel, Georg und Claudia zur Bewertung da, denn die restlichen Helfer mussten nun pfeifen. Der Tag verlief reibungslos und alle kamen auf ihre Kosten.
So nahmen wir den regulären Trainingsbetrieb mit ca. 18 Spielerinnen Mitte September auf.
In den Trainings legten wir grossen Wert auf die Vorgaben gemäss SHV-Leitfaden und vor allem der Pass- und Laufschulung. Nur wie und wo fangen wir an?, denn die Spielerinnen mussten auch an den höheren Rhythmus gewöhnt werden. Dies muss sehr gut durchdacht und geplant sein, ansonsten profitieren die Spielerinnen nicht allzu viel. Die Passvarianten gemäss M. Berchten (Nati-Trainer) haben wir eingeführt und müssen darauf achten, dass das Tempo hoch wird und bleibt. Denn nur so haben wir gewähr, dass sich die Spielerinnen irgendwann auch international durchsetzten können. Wir sehen auch im ersten Schritt über die Passungenauigkeit hinweg und nehmen an, dass dies mit der Zeit von alleine kommen wird. (Üben, üben, üben …). Ein sehr grosses Augenmerk legten wir auf die individuelle Schulung der Verteidigung. Die Spielerinnen sollten versuchen mit richtigem Stellungsspiel und schnellen Beinen nur den Ball und nicht die Angreiferin zu erwischen, was nicht immer gelang und mit zunehmender Müdigkeit auch schwieriger wurde. Die Situation bei den Torhüterinnen ist auf dem Papier sehr komfortabel. Wir konnten gleich 6 Torhüterinnen rekrutieren, wobei selten mehr als 2 im Training waren.
Der Verlauf der RA-Meisterschaft hat uns als Team etwas enttäuscht. Was uns aber gelungen ist und darauf sind wir auch stolz, dass die Spielerinnen in der individuellen Verteidigungsarbeit bei einem sehr offensiven 3:3 ihr Ballhungrigkeit zeigten. Der Ball ist das einzige was wir in der Verteidigung wollen.
Leider haben wir auch Schattenseiten erfahren müssen, gleich 2 „Stammspielerinnen“ werden in dieser Saison kaum mehr zum Einsatz kommen und die U15 D, sowie einige Intermannschaften legten ihre Spiele auf einen Trainingstag. So mussten wir meist mit kleinem bis winzigem Team trainieren. Schade, dass es nicht machbar ist, diese paar Daten für die Schweiz zu sperren!!!
Das Gefäss mit der RA+ ist im ersten Jahr des RA-Zykluses schon gut angelaufen, wobei die Belastung schon etwas hoch scheint, aber wir sind davon überzeugt, dass sich diejenigen Spielerinnen, welche wollen, auch da durchsetzten.

Daraus resultiert für uns, und ich hoffe für alle anderen Trainer auch, folgendes Motto:
Wer das Ziel kennt, kann entscheiden. Wer entscheidet, findet Ruhe. Wer Ruhe findet, kann überlegen. Wer überlegt, kann verbessern!
(Konfuzius)

In diesem Sinne!