Rückblick RAF 2006/2007
Anfang September wurde der Trainingsbetrieb mit einer Nachsichtigung und einem Trainingssonntag aufgenommen. Die knapp 20 Spielerinnen mit den Jahrgängen 1992 + 1993 profitierten vorallem von den 6 spielerinnen, welche bereits eine saison dabei waren. Die neuen jungen Spielerinnen versuchten wir rasch einzugegliedern.
In den Trainings wurde vorwiegend auf die individuell handballerische technische und athletische Ausbildung Wert gelegt. Als weiteren wichtigen Trainingspunkt galt es den längeren Spielerinnen eine gute Körperhaltung beizubringen, so dass sie ihren Körper besser kontrollieren können. Im psychischen Bereich musste bei einigen erst der Ehrgeiz geweckt werden. Wir versuchten auch den WILLEN zum Handballspielen auf der oberste Position anzusiedeln. Wir merkten rasch, dass dies ein schwieriges Unterfangen sein wird. Nun war es an uns gelegen, die optimale Mischung von Psyche und Physe zu fördern.
Gespannt fuhren wir an unseren ersten Spieltag um unsere Kräfte mit den anderen RA’s zu messen. Natürlich wollten wir alle gewinnen, aber im Vordergrund stand ganz klar das 1:1, im Angriff und vorallem in der sehr offensiven Verteidigung. Nach diesem etwas überraschenden positiven Auftakt, wussten wir, dass unser Vorhaben auf dem richtigen Weg war. So konnten wir beruhigt wieder nach Hause fahren und uns voll und ganz unseren Zielen widmen. Das wichtigste lautete; so viele Spielerinnen wie möglich, so gut wie möglich individuelle weiter zu bringen, dass diese in den Förderlehrgang gehen können, damit nicht nur wir sondern auch die U18 Nati profitieren kann!
Wenn wir uns erlauben dürfen einen Vergleich mit den anderen RAF’s anzustellen, dann nur in Bezug auf die Spieltage und auch nicht wertend. Wir erhielten mit 222 Toren aus 12 Spielen nur gerade 12 Tore mehr als der Schweizermeister aus der Nordwest Schweiz im Verlaufe der RAF-Meisterschaft. Spielten wiedereinaml mehr das offensivste Verteidigungssystem (3:2:1 bei ca. 12 Metern). Leider konnte unser Angriff diese gute Abwehrleistung noch nicht in schnelle einfache Tore ummünzen. So wissen wir, was in der nächsten Saison vermehrt trainiert werden muss. Aber es zeigte uns auch, das die individuellen Verteidigungstechnischen Fähigkeiten zielorientiert verfolgt wurden. Überrascht waren wir auch von der Wirkung unseres Ausdauertrainings bei den tragenden Spielerinnen, welches von denen auch im Alltag umgesetzt wurde. Natürlich halfen uns dabei die einzelnen VereinstrainerInnen, welche dies unterstützten. Auch wir kämpften immer wieder mit dem Schlendrian, dem Ehrgeiz, der sich durch die Hintertüre abschleichen wollte und musste die Spielerinnen oft an die kurze Leine nehmen, damit wir weiterhin gemeinsam die gleiche Richtung gingen, die hiess: FLG für “die Stamm 7“.
Obwohl wir diese Saison auf dem erfreulichen zweiten Platz beendeten, hoffen wir noch immer auf eine bessere Zusammenarbeit mit den Vereinstrainern und Eltern. Wir müssen gemeinsam die stärkeren Spielerinnen fordern und fördern, damit wir dem Ziel der A-Nati einen Schritt näher kommen. Das hohe Tempo sollte, nein muss Vorrang vor dem lahmen Sicherheits-Handball haben! Nur so kommen wir international einen Schritt weiter.Mit der Unterstützung aller Beteiligten (Trainer, Eltern, Schule etc.) glauben wir in Zunkunft weitere grosse Fortschritte im Sinne des Frauenhandballs in der Schweiz zu machen.

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